Kunde seit 2020
Zig Exceldateien, jede Menge Papierkram und ganz viel Kopfleistung. Allein in Wildeshausen, einer von zwei Zentralküchen in Niedersachsen, aus denen Seniorenheime, Schulen, Kitas und Betriebskantinen versorgt werden, musste das Küchenteam der Catering Gesellschaft Himmelsthür (CGH) bis zu fünf Seiten Sonderwünsche händisch notieren und beachten – und das allein bei den Desserts. So war's früher, doch diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei...
Ganz schön viel Orga
Denn bei der CGH gibt es so etwas wie eine Zeit vor der Digitalisierung mit JOMOsoft und eine danach. Mehr Kunden, immer mehr individuelle Angebote und täglich bis zu 70 unterschiedliche Kostformen: „Die Anforderungen an uns sind in den vergangenen Jahren einfach immer komplexer geworden", sagt Stefan Eggers, der sich bei der CGH ums Qualitätsmanagement kümmert. Zumal sich der Träger, die Diakonie Himmelsthür, auch in weiteren Bereichen hohe Ziele gesetzt hat, gerade rund ums Thema Nachhaltigkeit. „Wir brauchten dringend eine Lösung – und haben sie gefunden."
Rund 11 000 Mittagessen gehen täglich aus den beiden Standorten Wildeshausen bei Oldenburg und Emmerke nahe Hannover auf die Reise. Es gibt dabei 16 unterschiedliche Rahmenspeisepläne, zudem müssen bei der Schul- und Kitaverpflegung unterschiedliche Gewichts- und Portionsgrößen beachtet werden. Dazu bietet der Caterer seinen Kunden, die zu 60 Prozent zur Muttergesellschaft gehören und ansonsten von außerhalb kommen, Komponenten für Frühstück und Mittagessen an. „Wir agieren dabei wie eine Art Supermarkt, in dem man sich eindecken kann", erklärt Eggers. 600 Artikel müssen dafür täglich bereit gehalten werden. Seit dem Sommer 2022 hilft JOMOsoft dabei, den Überblick zu bewahren. Die Software steuert seither im Wesentlichen den gesamten Produktionsprozess der CGH und sorgt neben den genauen Produktionsanweisungen für die Küchenmannschaft und den resultierenden, bedarfsgerechten Portionierungen etwa auch dafür, dass das Allergen- und Nährwertmanagement im Blick behalten werden kann.
Und selbst, wenn der eigentliche Speiseplan mal nicht umgesetzt werden kann, weil irgendetwas dazwischengekommen ist, hilft JOMOsoft auf Knopfdruck beim schnellen Umplanen. „Wir setzen die Software vielseitig ein. In einer Privatschule bieten wir beispielsweise Komponentenwahl an, die Bestellungen sammeln wir dann über das JOMOsoft Modul joMeal ein, sodass wir exakt die Mengen liefern können, die gebraucht werden – zum Beispiel halt nur drei Liter Champignonrahmsoße statt dem üblichen Fünf-Liter-Behälter", berichtet Eggers.
Durch die bedarfsgerechte Produktion agiert die CGH, ihren eigenen hohen Ansprüchen folgend, bereits im besonderen Maße nachhaltig. Doch Stefan Eggers will mit JOMOsoft nun auch noch die nächsten Schritte gehen. Schließlich ist es mit der Software möglich, den CO2-Wert der Mahlzeiten zu berechnen und diese Transparenz dann auch an die eigenen Kunden weiterzugeben. „Das ist für uns der logische nächste Schritt", so Eggers.
Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz gehen in der Gemeinschaftsverpflegung Hand in Hand. Die CGH setzt dabei auf JOMOsoft Smart Kitchen x Rieber Check Trace, entwickelt mit GN-Behälter-Hersteller Rieber. Die Software ermöglicht eine transparente Nachverfolgung der Behälter per QR-Code, sodass jederzeit ersichtlich ist, wo sich welche Behälter befinden und wie lange sie im Einsatz sind. Auch die Bestandsübersicht wird dadurch erheblich erleichtert. „Das spart uns jährlich einen hohen fünfstelligen Betrag, den wir bislang für Ersatzbeschaffungen aufwenden mussten“, erklärt Stefan Eggers. Zwar sind Investitionen wie eine Scanner-Brücke an der Spülmaschine nötig – Kleingebinde können auch per App gescannt werden – doch die Einsparungen machen sich schnell bemerkbar. „Das Problem hat uns lange geärgert – jetzt haben wir endlich eine Lösung.“